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70-jähriger Doppelamputierter Gipfel Everest

Xia Boyu war der erste Doppelamputierte, der am 13. Mai 2018 den Mount Everest von der Südseite des Berges aus bestieg.



Xia Boyu Mount Everest

Die Frühjahrsgipfelsaison am Everest hat begonnen. In den nächsten Tagen werden zahlreiche Kletterer den 29.029-Fuß-Gipfel erklimmen. Gestern waren die ersten erfolgreichen Gipfeltreffen des Jahres auf dem höchsten Berg der Welt, darunter eine globale Premiere.

Xia Boyu, eine 70-jährige Doppelamputierte aus China, war Teil der ersten kommerziellen Klettergruppe, die am Sonntag den Gipfel des Everest erreichte. Boyu hatte mehr als 40 Jahre auf diese Gelegenheit gewartet.



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xia boyu double amputee climber

70-jähriger Doppelamputierter versucht Everest-Aufstieg

Bei Erfolg wird Xia Boyu der erste Doppelamputierte sein, der den Everest-Gipfel von der Südseite aus erreicht. Weiterlesen…



Nach Angaben der Himalayan Times stieg er gegen 7:30 Uhr Ortszeit aus, nicht lange nachdem eine Gruppe von acht Sherpas die Installation der Seile beendet hatte, die den Zugang zum höchsten Punkt der Erde ermöglichen. Boyu war damit der erste Doppelamputierte, der den Everest von der Südseite des Berges aus erfolgreich bestieg.

Der Neuseeländer Mark Inglis vollbrachte das gleiche Kunststück im Jahr 2006 von der Nordseite in Tibet.

Doppelamputierter Gipfel Everest im 5. Versuch

xia boyu double amputee climber

Boyu brauchte mehr als vier Jahrzehnte und fünf Versuche, um seinen Traum vom Everest zu verwirklichen. Seine erste Expedition auf den Berg erfolgte 1975 und führte zur Amputation seiner Beine. Er war Teil einer chinesischen Mannschaft, die wegen schlechten Wetters vom Gipfel zurückgeschlagen wurde.

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Sie bivouackten drei Nächte lang in einem Zelt auf 7.985 Metern Höhe. Als ein Teammitglied schwer krank wurde, lieh Boyu ihm seinen Schlafsack. Infolgedessen zog er sich schwere Erfrierungen zu, die schließlich zu einer Amputation seiner Beine führten.

Fast 40 Jahre später kehrte Boyu zum Everest zurück, um den Berg erneut zu versuchen, diesmal von der Südseite in Nepal. Die Saison 2014 wurde jedoch unterbrochen, als eine Eissäule im Khumbu-Eisfall zusammenbrach und 16 Sherpas starben. Der chinesische Alpinist kam 2015 zum dritten Mal zurück, aber ein massives Erdbeben erschütterte Nepal, forderte das Leben von Hunderten von Menschen und beendete auch diese Saison abrupt.

Boyu war von seinen früheren Erfahrungen auf dem Everest unbeeindruckt und versuchte 2016 einen weiteren Aufstieg. Leider kam diese Expedition auch zu kurz, da der Doppelamputierte wegen starker Winde 90 Meter unter dem Gipfel zurückkam.

Glücklicherweise hat er dieses Jahr alles zusammengestellt, um endlich auf dem Berg zu stehen.

Im Laufe der nächsten Tage dürften sich mehr als 450 Kletterer seinem erfolgreichen Gipfel-Angebot anschließen. Rund 340 Menschen versuchen in diesem Jahr den Everest von der Südseite aus. Weitere 120 werden den Versuch von der Nordseite machen.

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Ein gutes Wettermuster ist über den Himalaya gekommen. Die besten Bedingungen sollten bis zum Ende der Woche vorliegen. Dies sollte für viele Kletterer ein gutes Fenster zum sicheren Auf- und Absteigen sein.